Freitag, 17. Februar 2017

Ein Fussboden aus Mondholz

Das ist so romantisch !!!


Erst einmal vorweg - unser Mondholz stammt natürlich von der Erde, und zwar aus der Region Eldenburg bei Lenzen. Die Bäume gehörten dem Grafen Adolf von Wangenheim, der Rittergutsbesitzer und Mitglied des Deutschen Reichstages war. Er starb 1936 in Eldenburg, die Erben leben schon lange nicht mehr hier. 


In diesem Waldstück, dass Priemer genannt wird, ist der Boden extrem karg, so dass die Bäume dort nur sehr langsam wachsen. Daher ist ihr Holz härter und dichter als gewöhnlich. Die Fichten sind zwischen 120-140 Jahre alt und wurden für uns bei Mondschein geschlagen. Das gefällt mir so gut, dass ich es Euch einfach erzählen muss.


Bei Wikipedia könnt Ihr dazu nachlesen, dass dem Mondholz besondere Qualitäten hinsichtlich seiner Stabilität, Haltbarkeit, Feuerbeständigkeit, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge nachgesagt wird. Es wird von Kaminen in alten Bauernhäusern berichtet, die innen mit Mondholz ausgekleidet seien. Das Holz verkohle nur an der Oberfläche, brenne aber nicht. Die Bäume müssen jedoch im Winter um Weihnachten herum bei abnehmendem Mond kurz vor Neumond geschlagen werden. Allerdings gibt es regional auch abweichende Fälltermine - zu kleinlich muss man ja auch nicht sein.





Wissenschaftlich konnte natürlich zwischen Bäumen, die am Tage und Bäumen, die bei Mondschein geschlagen wurden, kein Unterschied nachgewiesen werden - obwohl an der Schweizerischen Hochschule für Forstwirtschaft daran geforscht wird. Trotzdem ist diese Geschichte im Volksglauben verankert und - wie ich finde - eine wirklich romantische Vorstellung.  Und sogar für die Orgel in der Elbphilharmonie in Hamburg soll Mondholz verwendet worden sein.
Na dann ....



Ach ja, das muss nun ja auch einmal erwähnt werden. Dass wir an dieses Holz kamen, haben wir ganz alleine unserem "Baustoffhändler unseres Vertrauens" zu verdanken. Für alle großen und kleinen Probleme kennt er eine Lösung. Und sollte er doch einmal ratlos sein, dann kennt er jemanden, der helfen kann. Dafür gibt`s dann bei jedem Besuch mindestens eine Tasse Kaffee .... und immer viel zu lachen. Wie schön, dass es solche Menschen gibt.







Dienstag, 31. Januar 2017

Noch liegt alles im Winterschlaf

- außer unseren Enten natürlich!








  Die baden auch bei eisigen Temperaturen!





Ja, der Januar war wie immer lang, dunkel und
dieses Jahr auch kalt. War ja klar, denn die Fenster wurden geliefert und wir konnten sie bei diesen Minusgraden natürlich nicht einbauen. Meine Geduld wird mal wieder auf eine harte Probe gestellt ...




Und doch wird diese Ungeduld bald vergessen sein und ich werde mit Wehmut an die Zeit der Planung, des Aufbaus, der Arbeit, den Veränderungen und
des Träumens zurückdenken.
Das Schöne an Erinnerungen ist nämlich, dass die Höhepunkte und die besonderen Momente in den Gedanken bleiben - und das hat seinen Sinn. Deshalb glauben wir ja auch immer, dass früher alles besser war. Aber wenn wir dann genauer zurückblicken, stimmt das nur zum Teil. Trotzdem wird eines Tages die Zeit, in der wir jetzt leben "die gute alte Zeit" sein.

Wenn uns das klar wird, dann sollten wir alles dafür tun,
im Hier und Jetzt schöne Erinnerungen zu schaffen.
Das ist mein Vorsatz für das neue Jahr.

Ich möchte mir Zeit nehmen für Menschen und mit ihnen schöne Erinnerungen entstehen lassen. Das klingt irgendwie einfach und doch glaube ich, dass es vielleicht zu einer der schwierigsten Aufgaben gehört. Denn im Alltag gleichen sich oft die Tage, man hält nicht inne, hetzt von einem Termin zum nächsten und verpasst oft Gelegenheiten, zusammen Geschichte zu schreiben. Dann wird es auch irgendwann keine Erinnerungen geben außer der, dass nie Zeit genug war.





Hier einen Treffpunkt für Familie und Freunde zu haben, ist ein großes Glück. Und wenn dann von Zeit zu Zeit neue Menschen den Weg hierher finden, die inspirieren und durch ihre Anwesenheit das Leben spannend machen, habe ich schon ganz schön viel erreicht!









Montag, 2. Januar 2017

Der Start ins neue Jahr ist geschafft!





Wir alle bekamen zum Jahresanfang von Familie und Freunden unzählige Wünsche und Bilder - manche lustig und einige zum Nachdenken. Doch diese Geschichte gefiel mir so sehr, dass ich dachte, dies wäre ein wirklich guter Anfang für 2017.

Der schwarze Punkt


Ein Professor überraschte seine Studenten eines Tages mit einem ganz besonderen Test. Die Aufgabenblätter, die er verteilte, enthielten zur allgemeinen Verwunderung jedoch keine einzige Frage, sondern nur einen schwarzen Punkt.

Der Professor erklärte nun folgendes: "Ich möchte euch bitten, das aufzuschreiben, was ihr dort seht." Die Studenten waren zwar verwirrt, begannen nach einigem zögern jedoch mit ihrer Arbeit.  Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Blätter ein und begann das, was seine Schüler zu Papier gebracht hatten, laut vorzulesen.

Alle hatten ohne Ausnahme den schwarzen Punkt beschrieben - seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.

Der Professor lächelte und sagte: "Ich wollte Euch eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Wie ich vermutete, hat niemand etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt und übersah dabei alles andere drumherum. Und das gleiche geschieht in unserem Leben.

Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken. Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten. Täglich gibt es viele Gründe sich zu freuen, wir haben Familie, Freunde, die Arbeit, leben in Wohlstand und Sicherheit und überall gibt es Wunder, die man nur sehen und erkennen muss. Doch wir konzentrieren uns oft nur auf die dunklen Flecken, die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, Enttäuschung mit einem Freund usw.

Aber diese dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, und doch sind sie diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.

Nehmt die schwarzen Punkte wahr, doch richtet eure Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in eurem Leben."




Montag, 19. Dezember 2016

Alle Jahre wieder

... wird`s zum Schluss dann doch wieder chaotisch!




Tja, so ist das eben, wenn noch gebaut wird. Da kann ich noch so viel von einer romantischen und ruhigen Adventszeit träumen - die Realität holt mich immer wieder ein. Aber dann ganz bestimmt nächstes Jahr ....


Immerhin sind wir aber wieder einen Riesenschritt weitergekommen. Der neue Gastank wurde geliefert und aufgestellt, so dass die Gräben wieder zugeschüttet werden konnten. Die Fenster sind in Auftrag gegeben und können im Januar - so der Wettergott will - endlich eingebaut werden. Musterfliesen für die Badezimmer sind angekommen, so dass wir nun konkret planen können.

Und wie Ihr seht, macht auch das Café große Fortschritte  ...








Ach ja, und wir bekommen im neuen Jahr auch endlich ein richtiges Balkongeländer. Das Provisorium ist schon  abgebaut und wird im Januar durch ein schlichtes Eisengeländer ersetzt. Dann sieht auch unser Haus wieder ganz anders aus!


Aber wie gefällt Euch denn mein persönliches
kleines Highlight? Dieses alte Geländer hat endlich einen neuen Platz gefunden und wenn im Frühjahr alles neu bepflanzt ist, wird es super aussehen!

Nun steht also wieder Weihnachten vor der Tür. Mein Wunsch nach einer weißen Weihnacht wird wie immer nicht in Erfüllung gehen, obwohl ich mit ein wenig Kälte und Rauhreif auch schon zufrieden wäre.




Allerdings habe ich das Gefühl, dass Mia und unsere Laufenten da ganz anderer Meinung sind...












Dann bleibt nur noch, mich für Eure Treue zu bedanken und Euch ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen. Möge in 2017 alles, was Ihr Euch vorgenommen habt, gelingen und es ein glückliches und erfolgreiches Jahr für Euch und all Eure Lieben werden.

Bleibt gesund
Eure Christiane






Dienstag, 29. November 2016

Ducktales

oder neues aus Entenhausen!




Laufenten sind Gewohnheitstiere! Jede noch so kleine Veränderung ist jedesmal ein absolutes Drama. Und ich glaube, das liegt hauptsächlich an Ren, unserem Erpel - er ist ein Feigling!



Ob ich den Stall mit neuem Stroh fülle, das Wasserbecken reinige und dabei auf einen anderen Platz stelle,  - jedesmal dauert es Stunden, bis er alles wieder annimmt. Manchmal muss ich ihn auch zu seinem Glück zwingen. Und das ist absolut kein Spaß! Habt Ihr schon einmal versucht, Laufenten einzufangen? Nur mit List ist es mir schließlich gelungen, sie abends wieder in den sauberen Stall zu kriegen ...




Dann kam der Tag, an dem die Truppe in ihr neues Quartier umziehen musste. Ich habe sie zwar ausgetrickst und mitsamt dem alten Stall einfach umquartiert - schließlich bin ich lernfähig! Trotzdem hat es vier Tage gedauert, bis sie sich endlich in die Voliere trauten. Dort blieben sie dann noch einmal für eine Woche - obwohl die Tür aufstand.  Es war wie eine magische Grenze, die sie nicht überschreiten durften! Ganz ehrlich - die Mädels hätten sich schon getraut. Aber er ist nunmal der Chef und hat das Sagen ... Mit Amy`s Hilfe sind sie aber schließlich doch wieder ins Freie, nun funktioniert der Alltag wieder ...



... und alle haben sich aneinander gewöhnt. Amy`s Jagdtrieb hat sich gelegt und sie ist inzwischen sehr aufmerksam, sobald die Enten aus irgendeinem Grund aufgeregt schnattern.



 Mia macht ihrem Namen wie immer Ehre - ihr sind die drei sowieso "Egal".




Nur Charly findet es manchmal lustig, die Neuen zu erschrecken, aber dabei zieht sie dann meist den kürzeren.





Was soll ich sagen:
Landleben ohne Tiere wäre wie Kuchen ohne Sahne ..... 










Montag, 31. Oktober 2016

Und wieder grüßt das Murmeltier ....





Das passt ja nun zusammen! Der Oktober zeigt sich dieses Jahr leider nicht von seiner schönen Seite und hat uns nasskaltes Herbstwetter pur geschickt. Hinzu kommt, dass der Südgiebel wieder hinter einem Gerüst verschwindet, denn das Fachwerk wird gestrichen und das Mauerwerk verfugt.



Als würde das noch nicht reichen, sieht die Zufahrt wieder aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ohne Gas-, Wasser- und Stromleitungen geht eben nichts! Was soll`s, das überstehen wir auch noch!





Und dann - es wurde Licht!


Der Innenausbau läuft auf vollen Touren. Die ersten Lichtschalter und Glühbirnen sind installiert, die ersten Fliesen ausgesucht und Fensterangebote liegen vor!



Das absolute Highlight ist jedoch, dass der Denkmalschutz, mit dem wir uns wegen der Fenster nun endlich in Verbindung setzen mussten, keine unserer Baumaßnahmen beanstandet hat. Ich glaube wieder an Wunder!!!!



So viele Jahre träume ich nun diesen Traum vom eigenen Bed & Breakfast mit kleinem Café und schönen Sachen rund um Haus und Garten.

Jetzt bin ich tatsächlich auf der Zielgeraden und hoffe, dass alles so klappt, wie ich es mir wünsche!

Übrigens ein frohes Halloween!!!







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Freitag, 30. September 2016

Altweibersommer im September

mit Sandstrand pur!





Ja, auch die Elbe war einer der Gründe, warum wir hier auf dem Land ge"land"et sind! Solche Bilder entschädigen einfach für all die Arbeit, die man hier investiert. Da fällt es leicht, auch mal die Alltagssorgen zu vergessen ....



Anfangs wurden wir von vielen belächelt, wenn wir erzählten, wie wir uns unser Leben hier vorstellen.  Sich so viel Arbeit und Verantwortung freiwillig aufzuhalsen, ein Bed & Breakfast mit Café zu eröffnen, wenn alle anderen in Rente gehen?


Einen Traum verwirklichen zu können, ist ein großes Glück. Wir freuen uns darauf, immer wieder neue Menschen kennenzulernen und interessante Gespräche zu führen. Wir glauben, es hält jung, sich auf Neues einzulassen, zu improvisieren und an den eigenen Aufgaben zu wachsen. Nichts ist doch langweiliger, als jeden Tag nach dem immer gleichen Schema leben zu müssen? 





Auch unsere Tiere und der Garten sind eine Herausforderung und bringen uns immer wieder auf neue Ideen!





So wie letztes Wochenende!










Damit unsere Laufenten ein geschütztes Winterquartier bekommen, krempelten wir die Arme hoch und wurden kreativ.
Hinter unserer Remise
stapelten wir das alte Holz um, sägten und transportierten die Rundhölzer zu unserer Feuerstelle. Nun haben wir dort einen nützlichen Windschutz und ich einen neuen Platz zum dekorieren!






Und das Ergebnis gefällt uns gut!