Sonntag, 22. September 2013

Eine Bootstour, die ist lustig

eine Bootstour, die ist toll!



Das war mal ein Ausflug der anderen Art. Letzten Samstag machte Tommi sein Boot klar, um mir und Monika einmal den Elbealtarm auf der anderen Seite zu zeigen. Das Wetter spielte auch mit und so konnte ich mir zum ersten Mal vom Wasser aus unser Ufer anschauen. Amy war sehr erstaunt, als ich einfach ohne sie wegfuhr. Aber selbstverständlich blieb sie nicht alleine zurück und Thomas und Rolf kümmerten sich um sie.



Wir tuckerten also quer über die Elbe und fuhren langsam in den Altarm. Wie musste das zu DDR-Zeiten wohl gewesen sein. Den Westen so nahe und doch  unerreichbar zu wissen. Wir haben einige Geschichten gehört von Leuten, die hier nachts über die Elbe flüchteten - und manche kamen nach der Wende auch wieder zurück. Man mag sich das gar nicht mehr vorstellen - und wir können das wohl auch nicht. Gott sei Dank gehört diese Zeit aber der Vergangenheit an und wir können heute alle diese herrliche Natur genießen.


Ich war sehr erstaunt, dass das Ufer auf der "Westseite" ursprünglicher und fast ein bißchen verwunschen aussieht. Klar, auf dieser Seite durfte alles wachsen wie es wollte, wohingegen auf der DDR-Seite der Kontrolle wegen Bäume und Sträucher immer geschnitten wurden. Daher sind die Ufereichen bei uns eben erst ca. 25 Jahre alt. Wir konnten auch viele Spuren von Bibern entdecken, doch leider versteckten sich die scheuen Tiere vor uns, obwohl wir den Motor ausmachten und still und leise über das Wasser ruderten. Aber auch das war toll.



So gaben wir irgendwann auf und machten uns auf den Heimweg. Dabei konnten wir noch einen Fischer beobachten, der seine Netze kontrollierte - so wie es schon seit vielen Generationen gemacht wird. Die Ausbeute war allerdings mehr als traurig und man kann diese Menschen nur bewundern, die so viel Zeit und Mühe verwenden, alte Berufe und Traditionen weiterzuführen. Wie lange es wohl so etwas noch geben wird?


Auf jeden Fall war es ein unvergesslicher Ausflug und tausend Dank an dieser Stelle an Dich, lieber Tommi.


Sonntag, 15. September 2013

Ein DDR-Relikt verschwindet

Abriss des hässlichen Anbaus


Der Südgiebel mit den Plastikfenstern und dem weißen Anbau rechts


Gestern war ein großer Tag für unser denkmalgeschütztes Bauernhaus und auch für uns. Denn der zu DDR-Zeiten angebaute Eingangsbereich wurde endlich abgerissen. Solche Vorbauten waren damals sehr beliebt und man kann sie auch heute noch an vielen Häusern sehen. Sie mögen ja auch praktisch gewesen sein, aber zu unserem Bauernhaus passte es überhaupt nicht. 



Im Zuge dieser Baumaßnahme wurden damals wahrscheinlich auch die alten Holzfenster gegen die Plastikfenster im Südgiebel ausgetauscht, so dass das ganze Haus seinen Charme verlor.  Der alte Spruchbalken wurde dabei ebenfalls einfach entfernt und wir konnten leider nicht in Erfahrung bringen, was ursprünglich einmal darauf stand.


vorher
nachher














Seit einigen Wochen wurde auch fleißig im Wirtschaftsteil gearbeitet und von den alten Hühner- und Schafställen ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Der gesamte Teil wurde entkernt, erhielt neue Fundamente und eine Bodenplatte. Und ich finde, man kann sich die Gästezimmer schon richtig gut vorstellen!


Nun ist endlich der Wohnteil an der Reihe und auch hier ist die Westseite schon entkernt und die Fundamente wurden erneuert. Mit großer Sorgfalt und viel Gefühl für die Bausubstanz bearbeiteten unsere Leute die alten Balken und schnitzen teilweise sogar Holzverbindungen von Hand. Diesem schönen alten Bauernhaus wieder Stück für Stück neues Leben einzuhauchen, ist für uns all die Mühe wert. Wir wollen eine Brücke bauen zwischen dem Gestern und Heute und können nur hoffen, dass uns der Denkmalschutz keine weiteren Steine mehr in den Weg legt.